Fernwärme- und kälte
Gemeinden haben eine zentrale Rolle bei der Erschliessung erneuerbarer Wärmequellen. Insbesondere in dicht bebauten Quartieren sind Wärmeverbünde oft eine gute Möglichkeit, von fossilen auf erneuerbare Energien umzusteigen. Der klimagerechnete Umbau von bestehenden Verbünden sowie das Thema Fernkälte werden immer relevanter.
Potenzial und Interesse abklären
Machbarkeitsstudie erstellen lassen
Schlüsselkunden gewinnen
Finanzierung und Betrieb organisieren
Gute Kommunikation mit den Betroffenen / der Bevölkerung ist wie oft das A und O des Erfolgs.
Er versorgt Quartiere / diverse Gebäude zentral mit Wärme über ein Leitungsnetz. Energiequellen sind wenn möglich erneuerbare Energien wie Abwärme aus Industrie oder Anlagen (KVA, ARA), Holz, Wasser (Fluss / See / Grundwasser) oder Erdwärme. Die Spitzendeckung ist heute bei diversen Wärmebunden noch fossil. Das Potenzial an Schweizer Energieholz ist zudem bereits stark genutzt (regional sehr unterschiedlich) und sollte vor allem für Hochtemperatur-Anwendungen (Industrie) genutzt werden.
Sie initiiert, plant oder unterstützt Projekte und kann Studien oder Ausschreibungen auslösen. Die Gemeinde kann auch selbst Betreiber:in des Fernwärmenetzes sein. Dank einer vorausschauenden Energieplanung werden Potentiale früh erkannt.
Eine Grundlage kann der kommunale Richtplan Energie sein (siehe auch Energieplanung). Wenn keiner besteht, lassen sich geeignete Gebiete und Energiequellen mittels Machbarkeitsstudien (basierend auf GWR-Daten), z. B. mittels WebGIS der RKBM, prüfen. Wichtig ist eine vorausschauende Planung.
Entscheidend sind hohe Wärmedichte (viele Wärmebezüger auf kurzer Distanz), Schlüsselkunden mit grossem Bedarf, Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen und ein professioneller Betrieb. Dies kann ggf. durch ein Contracting sichergestellt werden (z. B. durch Gemeinde, Genossenschaft, Energieversorger). Grössere Anlagen sind meist effizienter und wirtschaftlicher.
Der Kanton Bern fördert die Erstellung von Wärmeverbunden (inkl. Machbarkeitsstudien). Weitere Fördermöglichkeiten finden sich unter Energiefranken.
Fernkälte ist das «kalte» Pendant zur Fernwärme. Über das Leitungsnetz wird statt warmes Wasser kaltes Wasser zu Gebäuden transportiert. Dort ersetzt es energieintensive Klimaanlagen – ideal für Gewerbe, Bürogebäude oder Rechenzentren. Dies wird immer öfter gefordert und ist ein grosses Thema für die Energieversorgungsunternehmen.
Ja, besonders bei Industrieabwärme oder gemeinsamen Netzen. Das erhöht Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit.
Ein spezialisierter Anbieter (z. B. Energieversorger) plant, finanziert und betreibt die Anlage und liefert die Wärme an Gemeinde und/oder Private.
Vorteile: wenig Wartung, Platzgewinn, hohe Versorgungssicherheit. Nachteil: höhere Energiekosten.
Infoanlass Umweltwärme bei Wärmeverbünden und Stolpersteine bei der Umsetzung (2024)
Gesamtdokumentation (Zip-Datei)
ERFA Wärmeverbünde: Nutzung von Umweltwärme (2024)
Gesamtdokumentation (Zip-Datei)
ERFA Finanzierung von Wärmeverbünden (2023)
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ERFA Wärmeverbünde und Netto-Null (2022)
Gesamtdokumentation (Zip-Datei)
ERFA Regionale Planung von Wärmeverbünden (2021)
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